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	<title>Mati&#232;re et R&#233;volution</title>
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	<description>Contribution au d&#233;bat sur la philosophie dialectique du mode de formation et de transformation de la mati&#232;re, de la vie, de l'homme et de la soci&#233;t&#233;
Ce site est compl&#233;mentaire de https://www.matierevolution.fr/</description>
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		<title>Mati&#232;re et R&#233;volution</title>
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		<title>Gro&#223;e Koalition: Der neue Staatssekret&#228;r f&#252;r Geheimdienste</title>
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		<dc:date>2014-01-19T03:29:00Z</dc:date>
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		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>



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&lt;p&gt;Gro&#223;e Koalition: Der neue Staatssekret&#228;r f&#252;r Geheimdienste &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Christoph Dreier &lt;br class='autobr' /&gt;
Das CSU-Mitglied Klaus-Dieter Fritsche erh&#228;lt in der Gro&#223;en Koalition das neu geschaffene Amt eines Staatssekret&#228;rs im Kanzleramt, der f&#252;r die Koordination und Leitung der Geheimdienste zust&#228;ndig ist. Diese Aufgabe hatte bisher ein einfacher Abteilungsleiter wahrgenommen. &lt;br class='autobr' /&gt;
Fritsche ist ein Geheimdienst-Insider, der die Interessen des Staatsapparats konsequent &#252;ber die demokratischen Rechte der Bev&#246;lkerung (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?rubrique156" rel="directory"&gt;17- DEUTSCH - MATERIE UND REVOLUTION &lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Gro&#223;e Koalition: Der neue Staatssekret&#228;r f&#252;r Geheimdienste
&lt;p&gt;Von Christoph Dreier&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das CSU-Mitglied Klaus-Dieter Fritsche erh&#228;lt in der Gro&#223;en Koalition das neu geschaffene Amt eines Staatssekret&#228;rs im Kanzleramt, der f&#252;r die Koordination und Leitung der Geheimdienste zust&#228;ndig ist. Diese Aufgabe hatte bisher ein einfacher Abteilungsleiter wahrgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fritsche ist ein Geheimdienst-Insider, der die Interessen des Staatsapparats konsequent &#252;ber die demokratischen Rechte der Bev&#246;lkerung stellt. Er hat sowohl zu den amtierenden Chefs der Geheimdienste als auch zu Innenminister Thomas de Maizi&#232;re gute Kontakte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der studierte Jurist war 1993 bis 1996 B&#252;roleiter des damaligen bayerischen Innenministers G&#252;nther Beckstein, der als rechter Scharfmacher bekannt war und in der Ausl&#228;nderpolitik und der Terrorismusbek&#228;mpfung f&#252;r eine h&#228;rtere Linie eintrat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1996 wurde Fritsche Vizechef des Bundesamtes f&#252;r Verfassungsschutz, 2005 Koordinator der Geheimdienste im Kanzleramt und 2009 schlie&#223;lich beamteter Staatssekret&#228;r im Bundesinnenministerium.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser Funktion war er ma&#223;geblich daran beteiligt, die &#220;berwachungsma&#223;nahmen der amerikanischen NSA in Deutschland zu verschleiern. Nachdem Edward Snowden die massenhafte &#220;berwachung privater Kommunikation enth&#252;llt hatte, erkl&#228;rte Fritsches damaliger Chef Hans-Peter Friedrich (CSU), alle Verd&#228;chtigungen gegen die NSA h&#228;tten sich &#8222;in Luft aufgel&#246;st&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im November sprach sich Fritsche f&#252;r die Ausweitung der &#220;berwachung und die Wiedereinf&#252;hrung der Vorratsdatenspeicherung aus, wie sie die Bundesregierung nun beschlossen hat. Auf der Herbsttagung des Bundeskriminalamtes (BKA) forderte er, dass dabei &#8222;nicht nur Verkehrsdaten, sondern auch Inhalte von E-Mails&#8220; gespeichert werden, insbesondere wenn diese verschl&#252;sselt seien. Zudem bezeichnete er Tor-Netzwerke, mit deren Hilfe sich Internetnutzer der staatlichen &#220;berwachung bis zu einem gewissen Grad entziehen k&#246;nnen, als &#8222;Bedrohung des Internets&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Fritsches Zeit als Verfassungsschutz-Vize und Geheimdienst-Koordinator fallen die Anschl&#228;ge der rechtsextremen Terrororganisation &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; (NSU), die von 2000 bis 2006 mindestens neun rassistische motivierte Morde ver&#252;bte und eine Polizistin umbrachte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit dem Auffliegen des NSU im November 2011 tauchen st&#228;ndig neue Hinweise auf, dass Geheimdienste und Polizei von der Terrorzelle wussten, sie aber deckten. Einige Hinweise legen sogar nahe, dass die Beh&#246;rden selbst in die Morde und Anschl&#228;ge des NSU verwickelt waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fritsche trug pers&#246;nlich dazu bei, die Fahndung gegen die drei bekannten NSU-Mitglieder herunterzufahren. Als das Innenministerium 2003 beim Verfassungsschutz anfragte, ob von der Existenz einer &#8222;braunen RAF&#8220;, einer rechtsextremistischen Terrororganisation, auszugehen sei, verneinte Fritsche dies ausdr&#252;cklich. Obwohl seit 1998 gegen das Terrortrio gefahndet wurde, schrieb er in seiner Antwort an das Ministerium, es gebe &#8222;keine Anhaltspunkte&#8220;, dass es &#8222;in der rechtsextremistischen Szene eine solche Gruppe gibt&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Fritsche bezog sich auf Pressemeldungen, die unter Verweis &#8222;auf drei Bombenbauer aus Th&#252;ringen, die seit mehreren Jahren abgetaucht sind&#8220;, die Meinung vertraten, &#8222;dass es im Rechtsextremismus sehr wohl ein potenzielles Unterst&#252;tzerumfeld gebe&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dies, so Fritsche, sei falsch. Den Medien sei &#8222;entgegenzuhalten, dass diese Personen auf der Flucht sind und &#8211; soweit erkennbar &#8211; seither keine Gewalttaten begangen haben. Deren Unterst&#252;tzung ist daher nicht zu vergleichen mit der f&#252;r einen bewaffneten Kampf aus der Illegalit&#228;t.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Fritsche diese Zeilen schrieb, hatten die drei Mitglieder des NSU, von denen hier die Rede war, bereits vier Menschen ermordet. In ihrem Unterst&#252;tzerumfeld, das derzeitig auf 100 bis 500 Personen gesch&#228;tzt wird, hatten die Geheimdienste mindestens zwei Dutzend Spitzel installiert. Zudem gab es zahlreiche Hinweise auf den Aufenthaltsort des Trios und auf die Urheberschaft der Morde, denen weder die Polizei noch der Verfassungsschutz nachgingen. Zeugen werfen Verfassungsschutz und Polizei deshalb vor, die Ermittlungen bewusst vereitelt zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist davon auszugehen, dass der Verfassungsschutz 2003 mehr wusste, als Fritsche glauben machen wollte. Als er im Oktober 2012 wegen seines damaligen Berichts vor den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags geladen wurde, ging er kaum auf diesen Verdacht ein. Stattdessen beschuldigte er die Medien, sie lieferten sich einen &#8222;Skandalisierungswettbewerb&#8220;, und wehrte sich dagegen, dass &#8222;bei&#223;ende Kritik, Hohn und Spott &#252;ber einen ganzen Berufszweig von Polizisten und Verfassungssch&#252;tzern niedergeht&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Fritsche die Abgeordneten schlie&#223;lich belehrte, sie h&#228;tten keinen Anspruch auf Einsicht in die Verfassungsschutzakten, und sie mehr oder weniger deutlich als Sicherheitsrisiko darstellte, kam es zum Eklat. Die Sitzung wurde abgebrochen und unter Ausschluss der &#214;ffentlichkeit fortgesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass derselbe Fritsche nur ein Jahr sp&#228;ter zum Staatssekret&#228;r f&#252;r Geheimdienste ins Kanzleramt berufen wird, zeigt den Charakter der neuen Bundesregierung. Die Koalition&#228;re sind sich dar&#252;ber im Klaren, dass ihre Agenda des Kriegs und der Sozialangriffe nicht mit demokratischen Rechten f&#252;r die Bev&#246;lkerung vereinbar ist. Deshalb r&#252;sten sie den Staatsapparat auf und st&#228;rken die Geheimdienste.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Griechische Regierung geht gegen Faschisten vor</title>
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		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>



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&lt;p&gt;Griechische Regierung geht gegen Faschisten vor &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Christoph Dreier &lt;br class='autobr' /&gt; Die griechische Regierung ist am Wochenende in einer konzertierten Aktion gegen f&#252;hrende Mitglieder der faschistischen Partei Chrysi Avgi vorgegangen. Es handelt sich um das erste umfassende Vorgehen gegen eine politische Partei seit dem Ende der Obristendiktatur 1974. &lt;br class='autobr' /&gt;
Am Samstag wurden 18 f&#252;hrende Mitglieder der Chrysi Avgi verhaftet und wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt, unter ihnen der (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?rubrique156" rel="directory"&gt;17- DEUTSCH - MATERIE UND REVOLUTION &lt;/a&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Griechische Regierung geht gegen Faschisten vor
&lt;p&gt;Von Christoph Dreier&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die griechische Regierung ist am Wochenende in einer konzertierten Aktion gegen f&#252;hrende Mitglieder der faschistischen Partei Chrysi Avgi vorgegangen. Es handelt sich um das erste umfassende Vorgehen gegen eine politische Partei seit dem Ende der Obristendiktatur 1974.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Samstag wurden 18 f&#252;hrende Mitglieder der Chrysi Avgi verhaftet und wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt, unter ihnen der Vorsitzende der Partei, Nikos Michaloliakos. Bei einer Razzia in seinem Haus wurden drei illegale Schusswaffen sowie 40.000 Euro in bar beschlagnahmt. Zudem wurden etwa 30 einfache Mitglieder festgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Anklage folgte auf den Mord an dem antifaschistischen Hip-Hop Musiker Pavlos Fyssas durch einen Schl&#228;ger der Chrysi Avgi. In der vergangenen Woche sind bereits zwei hochrangige Polizeioffiziere wegen ihrer Zusammenarbeit mit den Faschisten zur&#252;ckgetreten, weitere wurden bis auf Weiteres vom Dienst suspendiert oder versetzt. Am Samstag wurde au&#223;erdem ein Gesetz verabschiedet, dass Parteien, gegen deren Abgeordnete Strafverfahren laufen, die finanzielle Unterst&#252;tzung durch den Staat entzieht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die 18 Abgeordneten der Chrysi Avgi haben damit gedroht, gemeinsam zur&#252;ckzutreten, was Neuwahlen in den jeweiligen Wahlkreisen zur Folge h&#228;tte und die Situation weiter destabilisieren k&#246;nnte. Vor den B&#252;ros der Partei versammelten sich hunderte Anh&#228;nger der Partei, um gegen die Razzia zu protestieren. Der gut vernetzte Reservistenverband griechischer Elitesoldaten (KEED) hatte bereits am Mittwoch zu einem Milit&#228;rputsch aufgerufen und sich implizit mit den Faschisten solidarisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Aktion gegen Chrysi Avgi findet inmitten einer tiefen politischen Krise statt. Die Regierung hat immer gr&#246;&#223;ere Schwierigkeiten, die von der EU diktierten K&#252;rzungen und Massenentlassungen gegen den Widerstand der Bev&#246;lkerung durchzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;T&#228;glich demonstrieren Tausende gegen den faschistischen Terror und soziale Angriffe. Neun Universit&#228;ten haben geschlossen, um gegen die Streichung von 37 Prozent des Verwaltungspersonals zu protestieren. 200 Schulen werden von ihren Sch&#252;lern besetzt gehalten. Immer &#246;fter sind die Gewerkschaften nicht mehr in der Lage, Streiks zu begrenzen und auszuverkaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Samstag berichtete die griechische Tageszeitung Kathimerini, dass die Mehrheit der griechischen B&#252;rgermeister sich weigern, ihre Haushaltspl&#228;ne an die Zentralregierung zu schicken. Dies schreibt ihnen ein neues Gesetz vor, damit die Regierung die K&#252;rzungen direkt &#252;berwachen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun ist die Troika aus Europ&#228;ischer Zentralbank (EZB), EU-Kommission und Internationalem W&#228;hrungsfonds (IWF) zur&#252;ck in Athen und fordert weitere Sparma&#223;nahmen und Entlassungen. In den herrschenden Kreisen wachsen die Bef&#252;rchtungen, dass die soziale Konfrontation wie in &#196;gypten zu Massenaufst&#228;nden und einer Revolution f&#252;hren wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter diesen Bedingungen wachsen die Differenzen in der herrschenden Elite dar&#252;ber, ob die Aktivit&#228;ten von Chrysi Avgi einged&#228;mmt werden sollen, um die Lage zu beruhigen. Teile der Armee und der Polizei diskutieren &#252;ber einen Milit&#228;rputsch. Sie haben Chrysi Avgi in den letzten f&#252;nf Jahren als Vorhut im Kampf gegen die Arbeiterklasse finanziert und aufgebaut.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Andere Teile f&#252;rchten zum gegenw&#228;rtigen Zeitpunkt eine Destabilisierung der Lage durch den offenen Einsatz der Faschisten. Die Massenproteste nach dem Mord an Fyssas haben ihnen vor Augen gef&#252;hrt, dass eine zu offene Kollaboration mit Chrysi Avgi die sozialen K&#228;mpfe weiter anheizt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deshalb hat die Regierung beschlossen, Chrysi Avgi zu &#8222;z&#252;geln&#8220;, wie es Sicherheitsminister Nikos Dendias (Nea Dimokratia, ND) ausdr&#252;ckte. Einige f&#252;hrende K&#246;pfe werden zumindest zeitweise hinter Gitter gebracht, einige Beamte ausgetauscht, aber die braunen Netzwerke im Staatsapparat, die oft bis zur Obristendiktatur zur&#252;ckreichen, bleiben bestehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Verteidigung der Demokratie haben diese Man&#246;ver nicht das Geringste zu tun. Ganz im Gegenteil gibt das staatliche Vorgehen gegen Chrysi Avgi und ein m&#246;gliches Verbot der Partei dem Staatsapparat neue M&#246;glichkeiten, gegen die soziale Opposition der Arbeiterklasse vorzugehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den letzten Wochen wurden mehrfach antifaschistische Demonstrationen von Polizisten brutal angegriffen oder verboten. Vertreter der regierenden ND werden nicht m&#252;de zu betonen, dass sich das staatliche Vorgehen gegen &#8222;beide Extreme&#8220; richten, also auch linke Organisationen betreffen m&#252;sse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Einsatz staatlicher Unterdr&#252;ckungsma&#223;nahmen gegen den sozialen Widerstand der Arbeiter ist sich die herrschende Klasse einig. Streikende Arbeiter sind in diesem Jahr bereits drei Mal unter Kriegsrecht gestellt und mit Polizeigewalt zur&#252;ck an die Arbeit gezwungen worden. Versammlungsverbote und Angriffe auf Demonstrationen sind an der Tagesordnung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung der Lage und der Verteidigung der sozialen Angriffe spielt die gr&#246;&#223;te Oppositionspartei, die Koalition der Radikalen Linken (SYRIZA). Die Partei unterst&#252;tzt die Europ&#228;ische Union und spricht sich f&#252;r eine Neuverhandlung der Kreditvereinbarungen aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf das staatliche Vorgehen gegen Chrysi Avgi hat die Partei reagiert, indem sie sich voll hinter den Staatsapparat und die Regierung gestellt hat. In einem Interview mit dem Fernsehsender Skai pries ihr Vorsitzender Alexis Tsipras die Polizei, die eng mit Chrysi Avgi verbunden ist, als demokratische Kraft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#8222;Das Eingreifen zeigt, dass unsere Demokratie standh&#228;lt, dass sie gesund ist&#8220;, sagte er &#8222;Auch wenn einige versuchen, uns wieder in die sechziger Jahre zur&#252;ckzuversetzen, gibt es Widerst&#228;nde, die das verhindern.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Tsipras wiederholte auch seinen Appell an die Nea Dimokratia, sich mit SYRIZA an einen Tisch zu setzen, um ein gemeinsames Vorgehen gegen Chrysi Avgi zu besprechen. Schon fr&#252;her hatte sich die Partei als Garant f&#252;r Stabilit&#228;t dargestellt und signalisiert, dass sie bereit sei, selbst die Regierung zu &#252;bernehmen, um die Spardiktate durchzusetzen. Eine Regierung unter Einschluss SYRIZAs w&#252;rde die sozialen Angriffe fortf&#252;hren und sie mit staatlicher Gewalt gegen die Arbeiter durchsetzen. Sie w&#228;re ein &#220;bergangsstadium zu einem offen diktatorischen Regime.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Um ihre sozialen und demokratischen Rechte verteidigen zu k&#246;nnen, m&#252;ssen Arbeiter unabh&#228;ngig von all den b&#252;rgerlichen Kr&#228;ften und dem Staatsapparat ins politische Geschehen eingreifen. Sie m&#252;ssen die Faschisten ebenso wie die Angriffe der Regierung mit ihren eigenen Mitteln bek&#228;mpfen. Es m&#252;ssen unabh&#228;ngige Selbstverteidigungskomitees gebildet und ein Generalstreik vorbereitet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erfordert vor allem die politische Unabh&#228;ngigkeit der Arbeiter von allen b&#252;rgerlichen Parteien und Politikern, einschlie&#223;lich pseudolinker Tendenzen wie SYRIZA, die alles daran setzen, die Arbeiter zu entwaffnen und dem Staat sowie den politischen Vertretern der herrschenden Klasse unterzuordnen.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Warum Merkel die Wahl gewonnen hat</title>
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		<dc:date>2013-09-25T05:16:47Z</dc:date>
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		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Allemagne Deutschland</dc:subject>

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&lt;p&gt;Warum Merkel die Wahl gewonnen hat &lt;br class='autobr' /&gt;
Die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag hatte viele Besonderheiten. Die FDP, die seit 1949 durchgehend im Bundestag sa&#223;, l&#228;nger als jede andere Partei an der Regierung beteiligt war und unverhohlener als alle anderen die Interessen des Finanzkapitals vertrat, scheiterte an der F&#252;nfprozenth&#252;rde. &lt;br class='autobr' /&gt;
Die neue Anti-Euro-Partei &#8222;Alternative f&#252;r Deutschland&#8220; (AfD), die erst vor wenigen Monaten gegr&#252;ndet wurde, erzielte auf Anhieb fast ebenso viele Stimmen wie (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?rubrique156" rel="directory"&gt;17- DEUTSCH - MATERIE UND REVOLUTION &lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?mot22" rel="tag"&gt;Allemagne Deutschland&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;a href=&#034;http://www.wsws.org/de/articles/2013/09/24/pers-s24.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Warum Merkel die Wahl gewonnen hat&lt;/h2&gt;&lt;/a&gt;
&lt;p&gt;Die Bundestagswahl am vergangenen Sonntag hatte viele Besonderheiten. Die FDP, die seit 1949 durchgehend im Bundestag sa&#223;, l&#228;nger als jede andere Partei an der Regierung beteiligt war und unverhohlener als alle anderen die Interessen des Finanzkapitals vertrat, scheiterte an der F&#252;nfprozenth&#252;rde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die neue Anti-Euro-Partei &#8222;Alternative f&#252;r Deutschland&#8220; (AfD), die erst vor wenigen Monaten gegr&#252;ndet wurde, erzielte auf Anhieb fast ebenso viele Stimmen wie die FDP und verpasste nur knapp den Einzug in den Bundestag.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch das Auffallendste war der Wahlsieg der Kanzlerin und ihrer CDU. Die Partei, deren brutale Sparpolitik in vielen europ&#228;ischen L&#228;ndern heftige Proteste und Massendemonstrationen ausgel&#246;st hat, konnte &#8211; gemeinsam mit ihrer bayerischen Schwesterpartei CSU &#8211; fast acht Prozent zulegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dagegen wurden die Parteien, die als angeblich linke Opposition auftraten, abgestraft. Gr&#252;ne und Linkspartei verloren deutlich, die Sozialdemokraten erzielten mit 25,7 Prozent trotz minimalem Zugewinn das zweitschlechteste Wahlergebnis der Nachkriegszeit. Der Grund daf&#252;r ist nicht schwer zu verstehen. SPD, Gr&#252;ne und Linke sind weder links noch Opposition.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die SPD ist eine Partei des Staatsapparats und der Gewerkschaftsb&#252;rokratie, die jeden Kontakt zur Bev&#246;lkerung verloren hat und ihr mit Arroganz und &#220;berheblichkeit entgegentritt. So wurde sie im Wahlkampf auch wahrgenommen. Der Regierung Merkel warf sie vor, sie habe nicht den Mut, die K&#252;rzungen, die sie Griechenland, Spanien und Portugal aufzwingt, auch der eigenen Bev&#246;lkerung zuzumuten. Mit Peer Steinbr&#252;ck machte sie einen rechten Ministerialbeamten zum Kanzlerkandidaten, der die R&#252;cksichtslosigkeit und Aggressivit&#228;t des Staatsapparats personifiziert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als der ehemalige Innenminister der rot-gr&#252;nen Bundesregierung Otto Schily im Wahlkampf die Kritik an der &#220;berwachung durch die Geheimdienste als paranoid bezeichnete und erkl&#228;rte, Law and Order seien schon immer sozialdemokratische Grundwerte gewesen, brachte er das SPD-Programm auf den Punkt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als sich die Wahlniederlage der SPD bereits abzeichnete, attackierte Steinbr&#252;ck die eigene Partei. Er h&#228;tte sich gew&#252;nscht, dass &#8222;seine Partei&#8220; selbstbewusster und konsequenter &#8222;die gro&#223;en Leistungen der Agenda-Politik&#8220; aus der rot-gr&#252;nen &#196;ra vertreten h&#228;tte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gr&#252;nen traten im Wahlkampf als Verk&#246;rperung des politischen Opportunismus auf. Die ehemaligen Pazifisten geh&#246;ren heute zu den eifrigsten Bef&#252;rwortern &#8222;humanit&#228;rer&#8220; Kriege und strikter Haushaltsdisziplin. Die Partei vereint in ihren Reihen mehrheitlich Akademiker und gehobene Staatsbeamten und fordert mehr politischen Einfluss der intellektuellen Eliten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auf die Stimmenverluste reagierten die gr&#252;nen Spitzenfunktion&#228;re mit einem weiteren politischen Rechtsruck. Als gr&#246;&#223;ten Fehler bezeichneten sie ihre Forderung nach einer Steuererh&#246;hung f&#252;r Reiche. Gleichzeitig dr&#252;ckten Spitzenkandidat J&#252;rgen Trittin und Parteichef Cem &#214;zdemir der Kanzlerin ihre Hochachtung aus und signalisierten die Bereitschaft der Gr&#252;nen zu einer Koalition mit der Union.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die verlogenste Rolle im Wahlkampf spielte die Linkspartei. Sie wurde nicht m&#252;de, der SPD und den Gr&#252;nen ihre Zusammenarbeit und Unterst&#252;tzung anzubieten. Gregor Gysi erkl&#228;rte, SPD und Gr&#252;ne k&#246;nnten ihre Politik am besten im B&#252;ndnis mit der Linken verwirklichen, und entlarvte damit das soziale Gerede der Linkspartei als pure Heuchelei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Steinbr&#252;ck und Trittin traten als Politiker auf, die die Forderung der Medien und der Wirtschaftsverb&#228;nde nach &#8222;mehr Mut zu unpopul&#228;ren Ma&#223;nahmen&#8220; umsetzen k&#246;nnen und wollen, und wurden dabei von der Linkspartei unterst&#252;tzt. Unter diesen Bedingungen konnte sich Angela Merkel als besonnenere Politikerin darstellen, die das Land &#8222;mit ruhiger Hand verantwortungsvoll leitet&#8220;, wie sie in der Wahlnacht betonte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit anderen Worten: Der Wahlsieg Merkels ist in erster Linie das Ergebnis des vollst&#228;ndigen politischen Bankrotts der SPD, der Linkspartei und der Gr&#252;nen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die rechte Politik von SPD, Gr&#252;nen und Linken zeigt sich besonders deutlich in der Au&#223;enpolitik. Es w&#228;re nicht das erste Mal in der Geschichte, dass ein scharfer Rechtsschwenk der deutschen Politik &#252;ber au&#223;enpolitische Fragen eingeleitet wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit geraumer Zeit fordert die US-Regierung eine st&#228;rkere Beteiligung Deutschlands an den Kriegen im Mittleren Osten und beklagt, Bundeskanzlerin Merkel nehme zu viel R&#252;cksicht auf die Anti-Kriegsstimmung in der Bev&#246;lkerung. Diese Forderung hat Unterst&#252;tzung in SPD- und Gr&#252;nen-nahen Medien wie der Zeit und der taz gefunden. Als US-Pr&#228;sident Obama mit der Bombardierung Syriens drohte, reagierten sie mit einer beispiellosen Kriegspropaganda. Sie verh&#246;hnten das Z&#246;gern und die Zur&#252;ckhaltung der Bundesregierung. Zeit-Herausgeber Josef Joffe wetterte gegen Obamas &#8222;Minikrieg&#8220; und verlangte einen &#8222;massiven&#8220; Krieg &#8222;auf einer nach oben offenen Zeitskala&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlie&#223;t Merkel, die nach dem Ausscheiden der FDP einen neuen Koalitionspartner braucht, ein Regierungsb&#252;ndnis mit der SPD, w&#228;re dies ein untr&#252;gliches Zeichen f&#252;r ein aggressiveres milit&#228;risches Auftreten Deutschlands. Die SPD, die vor 15 Jahren gemeinsam mit den Gr&#252;nen den ersten internationalen Kriegseinsatz der Bundeswehr gegen Jugoslawien beschloss, verf&#252;gt &#252;ber die n&#246;tige R&#252;cksichtslosigkeit, den Apparat und die b&#252;rokratische Arroganz, um sich &#252;ber die in der Bev&#246;lkerung weit verbreitete Opposition gegen Krieg hinwegzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Programm der kommenden Regierung wird zum einen durch die wachsenden internationalen Spannungen, zum anderen durch die rapide Versch&#228;rfung der globalen Wirtschaftskrise bestimmt sein. Schon jetzt fordern die Wirtschaftsverb&#228;nde im Namen der internationalen Wettbewerbsf&#228;higkeit massiven Sozialabbau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bisher hatte die Merkel-Regierung die Wirtschaftskrise zum Teil auf S&#252;deuropa abgew&#228;lzt. Nun wird sie gezwungen sein, die soziale Konterrevolution auch im eigenen Land voranzutreiben. Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, gesetzlicher K&#252;ndigungsschutz, Anspruch auf Mutterschutz, gesetzliche Sozialversicherung usw. &#8211; alles was bisher durch Billigl&#246;hne und prek&#228;re Besch&#228;ftigung bereits untergraben wurde, soll nun ganz abgeschafft werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt im offiziellen Parteienspektrum nicht eine einzige Partei, die die Interessen der Bev&#246;lkerung auch nur ansatzweise zum Ausdruck brachte. In paradoxer Weise widerspiegelt das Wahlergebnis die extreme Polarisierung der Gesellschaft. Es macht deutlich, dass das politische System jede F&#228;higkeit verloren hat, die wachsende Opposition gegen soziale Ungleichheit und Krieg auszudr&#252;cken und auszutarieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Medien werden die Kanzlerin als politisches Genie und die Stimmengewinne der Union als Beginn der &#8222;&#196;ra des Merkelismus&#8220; (S&#252;ddeutsche Zeitung) gefeiert. Doch was oberfl&#228;chlich nach Stabilit&#228;t aussieht, ist in Wahrheit das Ergebnis einer tiefen Entfremdung zwischen politischem System und Bev&#246;lkerung und leitet eine Periode politischer Instabilit&#228;t und heftiger sozialer Konflikte ein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeiterklasse muss sich auf massive Angriffe vorbereiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darin bestand die politische Bedeutung der Wahlteilnahme der Partei f&#252;r Soziale Gleichheit. Die PSG hat als einzige Partei die grundlegenden Probleme, vor denen die Arbeiterklasse steht, direkt angesprochen. Sie hat betont, dass kein einziges gesellschaftliches Problem gel&#246;st werden kann, ohne die Diktatur der Banken zu brechen, dass dazu eine unabh&#228;ngige Bewegung der Arbeiterklasse erforderlich ist und dass dies einen politischen Bruch mit der Linkspartei und den Gewerkschaften n&#246;tig macht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erfordert den Aufbau der PSG, der deutschen Sektion der Vierten Internationale, zu einer neuen Arbeiterpartei, die sich auf die politischen Lehren der vergangenen Klassenk&#228;mpfe st&#252;tzt und f&#252;r ein internationales sozialistisches Programm k&#228;mpft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ulrich Rippert&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Kurz vor dem Krieg gegen Syrien - John Kerrys &#8222;Colin Powell-Moment&#8220;</title>
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		<dc:date>2013-08-31T10:40:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Syrie</dc:subject>

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&lt;p&gt;Kurz vor dem Krieg gegen Syrien &lt;br class='autobr' /&gt;
John Kerrys &#8222;Colin Powell-Moment&#8220; &lt;br class='autobr' /&gt; US-Au&#223;enminister John Kerry trat am Montag im landesweiten Fernsehen auf, um eine verlogene Stellungnahme zu verlesen, mit der die &#246;ffentliche Meinung auf einen bevorstehenden Angriff der USA und der Nato auf Syrien vorbereitet werden soll. Er hatte damit seinen eigenen &#8222;Colin Powell-Moment.&#8220; Die WSWS braucht Eure Unterst&#252;tzung! &lt;br class='autobr' /&gt;
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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Kurz vor dem Krieg gegen Syrien
&lt;p&gt;John Kerrys &#8222;Colin Powell-Moment&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;US-Au&#223;enminister John Kerry trat am Montag im landesweiten Fernsehen auf, um eine verlogene Stellungnahme zu verlesen, mit der die &#246;ffentliche Meinung auf einen bevorstehenden Angriff der USA und der Nato auf Syrien vorbereitet werden soll. Er hatte damit seinen eigenen &#8222;Colin Powell-Moment.&#8220;&lt;br class='autobr' /&gt;
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&lt;p&gt;Am 5. Februar 2003 hielt der damalige Au&#223;enminister der Bush-Regierung Colin Powell vor den Vereinten Nationen eine ber&#252;chtigt gewordene Pr&#228;sentation. Der oberste Diplomat versuchte zwei Stunden lang, mithilfe von Fotos, Grafiken und Tonaufnahmen, f&#252;r einen Krieg gegen den Irak zu werben. Er behauptete, die Beweise, die er vorgelegt hatte, zeigten, dass der Irak Massenvernichtungswaffen habe und kurz davor stand, damit gegen die Welt loszuschlagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Medien und Politiker beider Parteien feierten Powells Auftritt und erkl&#228;rten, der ehemalige General h&#228;tte &#252;berzeugend bewiesen, dass der Irak enorme Massenvernichtungswaffenprogramme besa&#223;. Sechs Wochen sp&#228;ter wurde der Irak bombardiert und die amerikanische Invasion begann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Powells Rede war ein Haufen L&#252;gen. Keine einzige seiner Behauptungen &#252;ber Yellowcake-Uran aus dem Niger, Aluminiumrohre oder mobile Waffenlabors entsprach der Wahrheit. Die WSWS schrieb damals, dass die Rede eine diplomatische Charade voller Zynismus und L&#252;gen gewesen sei und auf der gigantischen L&#252;ge beruhte, dass die bevorstehende Invasion des Irak etwas mit Massenvernichtungswaffen und der angeblichen Gefahr Bagdads f&#252;r die Sicherheit der USA und den Weltfrieden zu tun hatte. Das erwies sich als die Wahrheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kerrys Rede zehn Jahre sp&#228;ter war genauso unehrlich und zynisch. Eigentlich war Powells Pr&#228;sentation im Vergleich dazu sogar ein detailreiches Meisterst&#252;ck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kerrys ganze Kritik am syrischen Regime bestand aus einer allgemeinen Verurteilung von Chemiewaffen. Er beschrieb die &#8222;grauenhaften Bilder&#8220; von Opfern des angeblichen Chemiewaffenangriffes auf Ghouta und erkl&#228;rte: &#8222;Die willk&#252;rliche Ermordung von Zivilisten, von Frauen, Kindern und unschuldigen Passanten durch Chemiewaffen ist moralisch verwerflich.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die US-Regierung und ihre Verb&#252;ndeten in Gro&#223;britannien, Frankreich und Deutschland sind wahrlich nicht in der Position, die Welt &#252;ber die &#8222;moralische Verwerflichkeit&#8220; chemischer Kriegsf&#252;hrung zu belehren. Eine vollst&#228;ndige Dokumentation der Kriegsverbrechen des amerikanischen und europ&#228;ischen Imperialismus w&#252;rde ganze B&#228;nde f&#252;llen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Washington hat im Irak ganze St&#228;dte mit angereichertem Uran und wei&#223;em Phosphor vergiftet. Zuvor hat es 75 Millionen Liter Agent Orange &#8211; eine Chemiewaffe &#8211; auf Vietnam abgeworfen und Millionen Menschen damit krank gemacht. Die USA sind das einzige Land der Welt, das Atomwaffen gegen wehrlose St&#228;dte eingesetzt hat &#8211; und das zweimal, gegen Hiroshima und Nagasaki. Zusammen mit den europ&#228;ischen imperialistischen M&#228;chten &#8211; die als erste Giftgas eingesetzt hatten &#8211; sind sie f&#252;r den Tod von Millionen Menschen verantwortlich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Obama-Regierung beklagt die &#8222;moralische Verwerflichkeit&#8220; willk&#252;rlicher Morde mit Chemiewaffen, unterst&#252;tzt jedoch weiterhin die &#228;gyptische Milit&#228;rjunta, die im letzten Monat tausende von unbewaffneten Demonstranten ermordet hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abgesehen von seinen eigenen absurden Vorw&#252;rfen konnte Kerry keinen einzigen Beweis f&#252;r die Behauptung erbringen, dass die Truppen von Pr&#228;sident Bashar al-Assad in Ghouta Chemiewaffen eingesetzt h&#228;tten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stattdessen erkl&#228;rte er: &#8222;Unser Wissen dar&#252;ber, was in Syrien bereits passiert ist, beruht auf Tatsachen, ist inspiriert von Gewissen und geleitet von gesundem Menschenverstand... In Syrien werden Chemiewaffen eingesetzt. Wir wissen au&#223;erdem, dass das syrische Regime diese Waffen besitzt. Wir wissen, dass das syrische Regime die F&#228;higkeit hat, sie mit Raketen einzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Solche Argumente beweisen nichts. Obwohl Kerry es vorzieht, dies nicht zu erw&#228;hnen, ist bekannt, dass die von den USA unterst&#252;tzten Oppositionellen &#252;ber Chemiewaffen verf&#252;gen und sie schon benutzt haben. Oppositionsgruppen haben Youtube-Videos ver&#246;ffentlicht, in denen sie mit ihrer F&#228;higkeit prahlen, Giftgas herzustellen, UN-Vertreter haben bereits mehrfach erkl&#228;rt, dass Ermittlungen in Syrien gezeigt haben, dass nicht das Assad-Regime sondern Oppositionskr&#228;fte f&#252;r die bisherigen Chemiewaffenangriffe verantwortlich waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die CIA, die in eine schwer bewaffnete paramilit&#228;rische globale Organisation verwandelt wurde, hat Zugang zu solchen Waffen und k&#246;nnte sie leicht der Opposition zur Verf&#252;gung stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kerrys Behauptung, seine Vorw&#252;rfe gegen Syrien beruhten auf &#8222;gesundem Menschenverstand&#8220; ist falsch: mit gesundem Menschenverstand w&#252;rde man in Syrien zu einem genau gegenteiligen Urteil kommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Opposition ist in der Defensive und verliert den Krieg, ihre einzige Hoffnung ist eine massive Milit&#228;rintervention ihrer Hinterm&#228;nner aus den USA, Europa und dem Nahen Osten. Ein Chemiewaffenangriff &#8211; den die Obama-Regierung zuvor als &#8222;&#220;berschreiten einer roten Linie&#8220; bezeichnet hatte &#8211; w&#252;rde den passenden Vorwand f&#252;r diese Intervention liefern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer weiteren erstaunlichen Stellungnahme erkl&#228;rte Kerry unterschwellig, dass Washington nicht beabsichtige, seine Vorw&#252;rfe gegen Assad zu beweisen: &#8222;Wie Ban Ki-moon letzte Woche erkl&#228;rte, wird die UN-Untersuchung nicht feststellen, wer die Chemiewaffen eingesetzt hat, sondern nur ob solche Waffen benutzt wurden &#8211; ein Urteil, &#252;ber das sich die Welt bereits im Klaren ist.&#8220; Das hei&#223;t, egal was die Untersuchung &#252;ber die Identit&#228;t der Angreifer herausfindet, Washington wird es als Vorwand benutzen, um die syrische Regierung anzugreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem Kerry von Syrien gefordert hatte eine &#8222;ungehinderte Untersuchung&#8220; des angeblichen Anschlags zu erlauben, erkl&#228;rte er auf die Bereitschaft der Regierung, dieser Forderung nachzukommen, es sei ohnehin egal, da es &#8222;zu sp&#228;t sei, um noch glaubw&#252;rdig zu wirken.&#8220; Alle Forderungen sollen nur den Weg zu einem Krieg bahnen. Au&#223;er ausl&#228;ndische Besatzungstruppen ins Land zu bitten, kann die Regierung nichts tun, um die Ultimaten des US-Imperialismus zu erf&#252;llen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Jahr 2003 war nur wenige Monate nach Powells Rede &#252;ber den Irak klar, dass er dreist gelogen hatte. In den kommenden Monaten wird sich auch Kerry, der einst gegen den Vietnamkrieg protestierte, in dem Netz aus L&#252;gen verfangen, das die amerikanischen Kriegsvorbereitungen gegen Syrien umspannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alex Lantier&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="en">
		<title>Schweiz: Abstimmung &#252;ber Asylrecht</title>
		<link>https://www.matierevolution.org/spip.php?article3497</link>
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		<dc:date>2013-06-13T12:17:12Z</dc:date>
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		<dc:language>en</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Suisse</dc:subject>

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&lt;p&gt;Schweiz: Abstimmung &#252;ber Asylrecht&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&#034;http://www.wsws.org/de/articles/2013/06/07/asyl-j07.html&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Schweiz: Abstimmung &#252;ber Asylrecht&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Peugeot in Aulnay bei Paris: Franz&#246;sische Gewerkschaften unterst&#252;tzen Werkschlie&#223;ung</title>
		<link>https://www.matierevolution.org/spip.php?article3396</link>
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		<dc:date>2013-05-18T02:34:00Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Gr&#232;ve Strike</dc:subject>

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&lt;p&gt;Peugeot in Aulnay bei Paris: &lt;br class='autobr' /&gt;
Franz&#246;sische Gewerkschaften unterst&#252;tzen Werkschlie&#223;ung &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Anthony Torres &lt;br class='autobr' /&gt;
Am 29. April genehmigte der Gesamtbetriebsrat von PSA Peugeot-Citro&#235;n einen Entlassungsplan, der den Abbau von 11.200 Stellen und die Schlie&#223;ung mehrerer Werke vorsieht, unter anderem des Werks in Aulnay bei Paris bis 2014. &lt;br class='autobr' /&gt;
Achtzehn der zwanzig Gewerkschaftsvertreter unterst&#252;tzten den Plan, den PSA vor neun Monaten angek&#252;ndigt hatte. Laut Le Monde war &#8222;nur die CGT gegen den Plan, (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?rubrique156" rel="directory"&gt;17- DEUTSCH - MATERIE UND REVOLUTION &lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?mot46" rel="tag"&gt;Gr&#232;ve Strike&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Peugeot in Aulnay bei Paris:
&lt;p&gt;Franz&#246;sische Gewerkschaften unterst&#252;tzen Werkschlie&#223;ung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Von Anthony Torres&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Am 29. April genehmigte der Gesamtbetriebsrat von PSA Peugeot-Citro&#235;n einen Entlassungsplan, der den Abbau von 11.200 Stellen und die Schlie&#223;ung mehrerer Werke vorsieht, unter anderem des Werks in Aulnay bei Paris bis 2014.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Achtzehn der zwanzig Gewerkschaftsvertreter unterst&#252;tzten den Plan, den PSA vor neun Monaten angek&#252;ndigt hatte. Laut Le Monde war &#8222;nur die CGT gegen den Plan, w&#228;hrend die Force Ouvri&#232;re, die CFTC [Christliche Arbeitnehmer], die CFE-CGC [Gewerkschaft des Mittleren Managements], die CFDT und die [unabh&#228;ngige Autoarbeitergewerkschaft] SIA den Entlassungsplan unterst&#252;tzten. Sowie der Plan in Kraft tritt, wird das Unternehmen mit aller Kraft daran gehen, die Wettbewerbsf&#228;higkeit seiner Fabriken zu erh&#246;hen. Wenn bis Oktober eine Einigung erzielt werden soll, m&#252;ssen die Verhandlungen im Mai beginnen&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Le Monde zitiert die arroganten Aussagen des FO-Delegierten Christian Lafaye, der die Schlie&#223;ung des Werks und die Zerst&#246;rung tausender Arbeitspl&#228;tze mit den Worten begr&#252;&#223;te: &#8222;Vernunft siegt &#252;ber Gef&#252;hl. Eine gro&#223;e Mehrheit der Arbeiter wird vermutlich erleichtert sein, und eine gewisse Sicherheit wird zur&#252;ckkehren.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Entgegen der zynischen Aussagen des FO-Delegierten kann man sich schwer vorstellen, dass die Arbeiter von Aulnay erleichtert dar&#252;ber sein sollten, dass sie mitten in einer schweren Wirtschaftskrise ihre Stellen verlieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der einzige Grund, warum die CGT den Entlassungsplan nicht unterzeichnet hat, ist der, dass sie das nicht zwingend tun musste: Die Unterschriften der anderen Gewerkschaften reichten aus, um seine Verabschiedung zu garantieren. PSA und die Gewerkschaftsb&#252;rokratie hatten es so geplant.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die CGT hatte nie vor, einen ernsthaften Kampf gegen die Schlie&#223;ungspl&#228;ne in Aulnay zu f&#252;hren. Keine Gewerkschaft unternahm auch nur den Versuch, die Arbeiterklasse zum Kampf gegen die Pl&#228;ne von PSA und Pr&#228;sident Fran&#231;ois Hollande zu mobilisieren. Wenn Arbeiter in Aulney in Streik gingen, wurde dieser von der CGT immer isoliert, was zum wiederholten Mal die verr&#228;terische Rolle dieser angeblich militanten Gewerkschaft demonstrierte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch Jean-Pierre Mercier, CGT-Vorsitzender in Aulnay und Mitglied von Lutte Ouvriere, ist darin keine Ausnahme. Er war in der Pr&#228;sidentschaftswahl von 2012 Sprecher der LO-Kandidatin Nathalia Arthaud. Mercier erkl&#228;rte: &#8222;Wenn das Management die Fabrik unbedingt schlie&#223;en will, dann muss es bezahlen und das Geld auf den Tisch legen.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Merciers zynisches Gerede zeigt, dass die CGT die Entscheidung des Managements akzeptiert, die Fabrik zu schlie&#223;en, und dass sie versucht, die Tatsache, dass das Management f&#252;r die Schlie&#223;ung des Werkes und die Entlassungen eine, wenn auch minimale, Abfindung zahlen muss, als Sieg hinzustellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Wirklichkeit haben die Gewerkschaften &#8211; auch die CGT! &#8211; seit Beginn des Konfliktes alles getan, um den Widerstand der Arbeiter abzuw&#252;rgen. Die Gewerkschaften wollen nicht, dass der Kampf der PSA-Arbeiter einen gr&#246;&#223;eren Konflikt ausl&#246;sen und zum offenen Konflikt der Arbeiterklasse mit dem neuen Pr&#228;sidenten Hollande und seiner Sozialistischen Partei f&#252;hren k&#246;nnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gewerkschaften, auch die CGT, sind mit dem Staat und den Arbeitgebern eng verbunden. Staat und Arbeitgeber liefern ihnen laut Zahlen des Perruchot-Reportes &#252;ber neunzig Prozent ihrer Einnahmen, und demzufolge sind die Gewerkschaften nicht gegen die Bourgeoisie eingestellt. Sie versuchen, in den Betrieben die Interessen der Kapitalisten zu vertreten und jeden Widerstand der Arbeiterklasse zu unterdr&#252;cken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In einer unehrlichen Kritik an der Regierung Hollande erkl&#228;rte Jean-Pierre Mercier: &#8222;Gleichwohl ist dies eine linke Regierung, die den Arbeitgebern durch ihr Gesetz &#252;ber Arbeitsflexibilit&#228;t erlaubt, Arbeitszeiten zu erh&#246;hen und L&#246;hne zu senken. Selbst Sarkozy hatte das nicht gewagt.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das zeigt nur umso deutlich, was die Zusammenarbeit von Arthaud und LO mit Hollande, der PS und ihrer arbeiterfeindlichen Politik bedeutet. LO und die CGT hatten behauptet, eine Regierung der PS sei leichter unter Druck zu setzen als eine rechte; daher gaben sie, obwohl sie es nicht ausdr&#252;cklich forderten, der Wahl der PS den Vorzug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schon bei der Sparpolitik von Hollandes rechtem Amtsvorg&#228;nger Nicolas Sarkozy spielte die CGT eine wichtige Rolle. Sie handelte mehrfach Rentenk&#252;rzungen mit Sarkozy aus und wurde daf&#252;r enger in den Staatsapparat integriert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Gewerkschaftsb&#252;rokratie unterst&#252;tzte Fran&#231;ois Hollandes Pr&#228;sidentschaftskandidatur, obwohl sie genau wusste, dass er eine Offensive gegen die Arbeiterklasse beginnen w&#252;rde, um Frankreichs Wettbewerbsf&#228;higkeit zu steigern. W&#228;hrend des Wahlkampfs schrieb die Presse, in Frankreich werde es zu Massenentlassungen kommen, und bei PSA seien Arbeitspl&#228;tze in Gefahr. Dies alles wurde durch Dokumente aus dem Jahr 2011 best&#228;tigt. Weder CGT noch LO griffen dies auf, um es im Wahlkampf zum Thema zu machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als im Juli 2012 offiziell angek&#252;ndigt wurde, dass 8000 Arbeitspl&#228;tze abgebaut und das Werk in Aulnay geschlossen werde, versuchte Mercier nicht, die Arbeiter zu mobilisieren. Er wartete bis September, bevor er zu Aktionen aufrief, um diese mit dem Verhandlungsbeginn zwischen Regierung, PSA und Gewerkschaften zu verkn&#252;pfen. Obwohl den Autoarbeitern in ganz Europa &#228;hnliche Angriffe wie bei PSA drohen, lehnt die CGT es ab, die Autoarbeiter im Kampf gegen die europ&#228;ischen Autokonzerne zu vereinigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Merciers trug dazu bei, dass die PSA-Arbeiter von Aulnay isoliert wurden, um sie zu zwingen, die Schlie&#223;ung ihres Werkes zu akzeptieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieser Entlassungsplan ist der Beginn von weiteren, noch brutaleren Angriffen der Bourgeoisie auf die Autoarbeiter. Alle Sektionen der Arbeiterklasse in ganz Europa sind davon betroffen. PSA hat f&#252;r Mai Verhandlungen geplant, um Wettbewerbssteigerungen in seinen Fabriken auszuhandeln. Die CGT hat bereits in anderen Unternehmen soziale Zugest&#228;ndnisse zu Lasten der Arbeiter durchgesetzt. So hat sie zuletzt bei Bosch zusammen mit der Gewerkschaft SUD (Solidarit&#228;t, Einheit, Demokratie) eine Lohn-Nullrunde und flexible Arbeitszeiten erm&#246;glicht, und dies ist erst der Anfang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Verrat an den PSA-Arbeitern, der von den Pseudolinken abgedeckt wird, unterstreicht die Notwendigkeit, mit den Gewerkschaften und der zynischen und arbeiterfeindlichen Politik von Organisationen wie LO zu brechen und Aktionskomitees zu bilden, um die Arbeiterklasse im unabh&#228;ngigen Kampf gegen Austerit&#228;t und Arbeitsplatzabbau zusammenzuschlie&#223;en.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>Opel Bochum: Wie die MLPD die IG Metall und den Betriebsrat st&#252;tzt</title>
		<link>https://www.matierevolution.org/spip.php?article3349</link>
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		<dc:date>2013-05-05T02:35:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Allemagne Deutschland</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Opel Bochum: Wie die MLPD die IG Metall und den Betriebsrat st&#252;tzt &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Ulrich Rippert &lt;br class='autobr' /&gt;
Bei Opel in Bochum w&#228;chst die Wut &#252;ber die IG Metall und den Gesamtbetriebsrat. Die Gewerkschaftsfunktion&#228;re stehen auf der Seite der Konzernleitung, unterst&#252;tzen die Stilllegung des Werks und haben die Bochumer Opel-Arbeiter systematisch isoliert. Der Bochumer Betriebsrat kritisiert zwar den Gesamtbetriebsrat, aber sein Vorsitzende Rainer Einenkel gibt zu, dass er als R&#252;sselsheimer Betriebsrat genauso (&#8230;)&lt;/p&gt;


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 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Opel Bochum: Wie die MLPD die IG Metall und den Betriebsrat st&#252;tzt
&lt;p&gt;Von Ulrich Rippert&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei Opel in Bochum w&#228;chst die Wut &#252;ber die IG Metall und den Gesamtbetriebsrat. Die Gewerkschaftsfunktion&#228;re stehen auf der Seite der Konzernleitung, unterst&#252;tzen die Stilllegung des Werks und haben die Bochumer Opel-Arbeiter systematisch isoliert. Der Bochumer Betriebsrat kritisiert zwar den Gesamtbetriebsrat, aber sein Vorsitzende Rainer Einenkel gibt zu, dass er als R&#252;sselsheimer Betriebsrat genauso gehandelt h&#228;tte. Gleichzeitig unternimmt Einenkel alles, um einen ernsthaften Kampf zur Verteidigung des Werks und der Arbeitspl&#228;tze in Bochum zu verhindern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Arbeiter suchen nach einer M&#246;glichkeit, die gewerkschaftliche Zwangsjacke zu durchbrechen und die Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze selbst in die Hand zu nehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dieser Situation springt die maoistische MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) der Gewerkschaftsb&#252;rokratie zur Seite und versucht mit allen Mitteln, eine Rebellion gegen die Gewerkschaft zu verhindern. Sie hat in Bochum eine eigene Betriebsratsgruppe gebildet, die sich als &#8222;k&#228;mpferische Metaller&#8220; bezeichnet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie ruft zu Protestaktionen und &#8222;wilden Streiks&#8220; auf und setzt sich gleichzeitig f&#252;r die St&#228;rkung der IG Metall ein, die die Werksschlie&#223;ung unterst&#252;tzt. Diese absurde Position dient dazu, Arbeiter, die ernsthaft k&#228;mpfen wollen, entweder in leichtsinnige und gef&#228;hrliche Abenteuer zu st&#252;rzen oder durch fruchtlosen Protest mit Trillerpfeifen und Schalmeienkl&#228;ngen zu frustrieren. Beides zielt darauf ab, die Kontrolle der Gewerkschaft zu erhalten und zu festigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die MLPD ist durch ihre Betriebsr&#228;te und Vertrauensleute eng mit dem korrupten Apparat der IG Metall verbunden und lehnt einen Bruch mit der Gewerkschaft entschieden ab. Doch darin besteht die Schl&#252;sselfrage. Die R&#252;cksichtslosigkeit, mit der die IG Metall die Stilllegung des Bochumer Opelwerks unterst&#252;tzt, zeigt in aller Deutlichkeit, dass Arbeitspl&#228;tze und L&#246;hne nur im Kampf gegen die Gewerkschaft verteidigt werden k&#246;nnen. Genau das will die MLPD mit allen Mitteln verhindern. Sie reagiert auf jede eigenst&#228;ndige und unabh&#228;ngige Mobilisierung der Arbeiter mit aggressiver Feindschaft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese Rolle der MLPD ergibt sich direkt aus der stalinistischen Tradition, in der diese Gruppierung steht. Bis heute verteidigt die MLPD die Verbrechen Stalins.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Stalinismus war kein sozialistischer Irrweg, sondern die Verk&#246;rperung der antikommunistischen Konterrevolution in der Sowjetunion. Es gibt niemanden sonst auf der Welt, einschlie&#223;lich der M&#246;rderbanden der Nazis, der derart viele Revolution&#228;re und Kommunisten verfolgt und ermordet hat, wie die stalinistische B&#252;rokratie. Allein der &#8222;Gro&#223;en S&#228;uberung&#8220; der drei&#223;iger Jahre fielen mehrere Hunderttausend Kommunisten zum Opfer, darunter fast die gesamte intellektuelle und k&#252;nstlerische Elite der Sowjetunion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stalin vertrat die Interessen einer privilegierten B&#252;rokratenkaste, die die Macht im ersten Arbeiterstaat der Welt an sich riss und mit brachialer Gewalt gegen jede Opposition von unten verteidigte. Er wies die internationale Perspektive der Oktoberrevolution zur&#252;ck und vertrat unter der Parole des &#8222;Aufbaus des Sozialismus in einem Land&#8220; eine nationalistische Orientierung. Die &#220;bertragung dieses Nationalismus auf die Kommunistische Internationale wurde zur Ursache verheerender Niederlagen &#8211; unter anderem in China (1927), in Deutschland (1933) und in Spanien (1937) &#8211;, von denen sich die Arbeiterbewegung bis heute nicht erholt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Stalins Nachfolger Nikita Chruschtschow 1956 einige der schlimmsten stalinistischen Verbrechen oberfl&#228;chlich kritisierte, &#252;bernahm Mao Zedong die Aufgabe, Stalin international zu verteidigen. Mao war gest&#252;tzt auf die Bauernschaft an die Spitze der Kommunistischen Partei Chinas gelangt und vertrat einen mit marxistischen Versatzst&#252;cken garnierten Nationalismus. In der Revolution von 1949 sah er sich zwar gezwungen, kapitalistische und Landeigent&#252;mer weitgehend zu enteignen, unterdr&#252;ckte aber jede unabh&#228;ngige Bewegung der Arbeiterklasse. Im Gegensatz zur Sowjetunion gab es in China niemals Arbeiterr&#228;te oder Sowjets.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ihren H&#246;hepunkt erreichte die stalinistische Konterrevolution 1991 mit der Aufl&#246;sung der Sowjetunion und der Restauration des Kapitalismus in China durch die Erben Stalins und Maos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ungeachtet der historischen Tatsachen, die umfassend wissenschaftlich erforscht und dokumentiert sind, verteidigt die MLPD bis heute Stalin und den Stalinismus. Zum 60. Todestag des Diktators ver&#246;ffentlichte sie vor einigen Wochen einen Jubelartikel, in dem es hei&#223;t: &#8222;Mit dem Namen Stalin (&#8218;Der St&#228;hlerne&#8216;) sind Jahrzehnte des sozialistischen Aufbaus und tiefe Niederlagen des Imperialismus untrennbar verbunden.&#8220; Stalinismus sei ein &#8222;antikommunistischer Kampfbegriff&#8220;, behauptet die MLPD.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit der Leugnung der stalinistischen Verbrechen stellt sich die MLPD auf die Seite der reaktion&#228;rsten politischen Kr&#228;fte. Ihre Verteidigung der Gewerkschaften steht direkt in diesem Zusammenhang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als unter Opel-Arbeitern eine Diskussion aufkam, aus Protest gegen die Unterst&#252;tzung der Werksschlie&#223;ung durch die IG Metall geschlossen aus der Gewerkschaft auszutreten, stellte sich die MLPD entschieden dagegen. Die Haltung, &#8222;die IG Metall macht nichts, jetzt trete ich aus&#8220;, sei grundfalsch, schrieb sie in einem Flugblatt. Stattdessen rief die MLPD zum Eintritt in die Gewerkschaft auf und erkl&#228;rte, &#8222;gute Organisiertheit&#8220; sei jetzt das Wichtigste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Diese T&#252;rsteher der IG Metall, die niemanden raus lassen wollen, versuchen krampfhaft die Gewerkschaften zu rechtfertigen. Sie behaupten, sie seien die &#8222;grundlegenden Klassenorganisationen&#8220; und &#8222;Kampforganisationen&#8220; der Arbeiter und fordern &#8222;k&#228;mpferische Kollegen&#8220; auf, innerhalb der Gewerkschaften f&#252;r &#8222;neue Mehrheiten&#8220; zu k&#228;mpfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei beweist die Entwicklung s&#228;mtlicher Gewerkschaften auf der ganzen Welt &#8211; von der s&#252;dafrikanischen Bergarbeitergewerkschaft NUM &#252;ber die amerikanische Autoarbeitergewerkschaft UAW bis zur deutschen IG Metall &#8211;, dass ihre Verwandlung in offene Interessenvertreter des Kapitals selbst ein Ergebnis der gewerkschaftlichen Perspektive ist, die den Kapitalismus und den Nationalstaat verteidigt. Deshalb dominieren bei innergewerkschaftlichen Auseinandersetzungen am Ende auch immer die Rechten und bestimmen die Gewerkschaftspolitik.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der wahre Grund f&#252;r die Verteidigung der IG Metall durch die MLPD ist deren &#220;bereinstimmung mit dem nationalistischen Programm der Gewerkschaften. So wie sie bis heute Stalins nationalistische Konzeption vom &#8222;Aufbau des Sozialismus in einem Land&#8220; verteidigt, rechtfertigt die MLPD auch die Standortpolitik der Gewerkschaften. Dabei verbirgt sie ihren Nationalismus in bester stalinistischer Tradition hinter leeren Phrasen &#252;ber internationale Solidarit&#228;t, worunter sie B&#252;ndnisse mit anderen nationalistischen und stalinistischen Organisationen versteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als sich im Herbst/Winter 1987/88 ein langer Arbeitskampf gegen die Stilllegung des Krupp-Stahlwerks in Duisburg-Rheinhausen entwickelte und die IG Metall noch einen gewissen Einfluss auf die Arbeiter aus&#252;bte, hatte die MLPD einen innergewerkschaftlichen Kampf gegen die Gewerkschaftsf&#252;hrung strikt abgelehnt. Heute, wo die meisten Arbeiter nur noch Verachtung f&#252;r die IG Metall &#252;brig haben, hat sie sich in der Gewerkschaft eingenistet. So lange politisches Leben in den Gewerkschaften herrschte, stand die MLPD abseits. Erst als die Gewerkschaften vollst&#228;ndig zu leeren b&#252;rokratischen Apparaten im Dienst der Konzerne und des Staats verkommen waren, wurden sie f&#252;r die MLPD interessant. Die administrativen Befehlsstrukturen und der Kommandoton einer korrupten Arbeiteraristokratie zogen sie magisch an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die maoistische Version des Stalinismus zog in den 1960er Jahren in vielen L&#228;ndern kleinb&#252;rgerliche Schichten an. Die Verachtung und den Kommandoton der Maoisten gegen&#252;ber der Arbeiterkasse fanden viele Studenten, die sp&#228;ter Karriere machten, au&#223;erordentlich attraktiv. Zu ihnen geh&#246;ren neben vielen anderen: Jos&#233; Manuel Barroso (Pr&#228;sident der EU-Kommission), J&#252;rgen Trittin (Vorsitzender der Gr&#252;nen-Bundestagsfraktion), Winfried Kretschmann (Ministerpr&#228;sident Baden-W&#252;rttemberg), Antje Vollmer (ehemalige Vize-Pr&#228;sidentin des Bundestags) und nicht zuletzt der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, der seinen Aufstieg im Gewerkschaftsapparat in den siebziger Jahren als Mitglied der Vorg&#228;ngerorganisation der MLPD begann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der politischen Linie der MLPD finden sich die &#252;belsten Aspekte des Stalinismus und Maoismus wieder. Sie verbindet Verbalradikalismus mit krassem Opportunismus, Anbiederung an die Gewerkschaftsb&#252;rokratie und die Linkspartei. Wenn sie den &#8222;echten Sozialismus&#8220; beschw&#246;rt, meint sie die Sowjetunion unter Stalin, China unter Mao und die DDR unter Ulbricht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Bochum fordert sie gegenw&#228;rtig immer wieder &#8222;Streikaktionen wie 2004&#8220;, ohne ein Wort dar&#252;ber zu verlieren, was damals wirklich geschah. Die Belegschaft legte spontan die Arbeit nieder, um den Abbau von 4.000 Arbeitspl&#228;tzen zu verhindern. Aber der Streik wurde nach einer knappen Woche durch ein sch&#228;biges Man&#246;ver der IG Metall und des Betriebsrats abgew&#252;rgt. Die MLPD unterst&#252;tzte anschlie&#223;end die Wahl von Rainer Einenkel zum Betriebsratsvorsitzenden, unter dessen Leitung seitdem nicht nur 4.000, sondern fast 7.000 Arbeitspl&#228;tze abgebaut wurden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einenkel hatte immer und immer wieder erkl&#228;rt, nur durch Zugest&#228;ndnisse, Verhandlungen und Kompromisse k&#246;nnten die Arbeitspl&#228;tze in Bochum gesichert werden. Was dabei raus kam, ist bekannt. Arbeiter m&#252;ssen der Realit&#228;t ins Auge blicken. Die Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze erfordert eine internationale sozialistische Perspektive, die der nationalistischen, kapitalistischen Orientierung der Gewerkschaft und ihrer Verteidiger in der MLPD diametral entgegengesetzt ist.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Opel-Bochum: Das abgekartete Spiel der IG Metall</title>
		<link>https://www.matierevolution.org/spip.php?article3236</link>
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		<dc:date>2013-03-23T08:03:32Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Allemagne Deutschland</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Opel-Bochum: Das abgekartete Spiel der IG Metall &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Dietmar Henning &lt;br class='autobr' /&gt; Die Arbeiter des Opelwerks in Bochum haben am Donnerstag auf zwei Betriebsversammlungen mit gro&#223;er Mehrheit (76,1 Prozent) gegen den sogenannten &#8222;Mastervertrag&#8220; gestimmt. Viele Arbeiter reagierten begeistert auf das Votum gegen einen Tarifvertrag, der die Stilllegung ihres Werks zum Inhalt hat. Im Opelanerforum schrieb ein Arbeiter: &#8222;Lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben!&#8220; &lt;br class='autobr' /&gt;
Doch die Gewerkschaft IG Metall und (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;p&gt;Von Dietmar Henning&lt;/p&gt;
&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Arbeiter des Opelwerks in Bochum haben am Donnerstag auf zwei Betriebsversammlungen mit gro&#223;er Mehrheit (76,1 Prozent) gegen den sogenannten &#8222;Mastervertrag&#8220; gestimmt. Viele Arbeiter reagierten begeistert auf das Votum gegen einen Tarifvertrag, der die Stilllegung ihres Werks zum Inhalt hat. Im Opelanerforum schrieb ein Arbeiter: &#8222;Lieber aufrecht sterben, als auf Knien leben!&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat treiben ein zynisches und abgekartetes Spiel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am 28. Februar hatten sich der IGM-Vorstand unter Leitung von Berthold Huber und der Gesamtbetriebsrat unter Dr. Wolfgang Sch&#228;fer-Klug mit dem amerikanischen Mutterkonzern General Motors und dem Opel-Vorstand auf einen &#8222;Mastertarifvertrag&#8220; geeinigt, der f&#252;r alle Besch&#228;ftigten niedrigere L&#246;hne, schlechtere Arbeitsbedingungen und Arbeitsplatzabbau sowie f&#252;r die Arbeiter in Bochum zus&#228;tzlich die Schlie&#223;ung des Werks bedeutet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschlie&#223;end organisierte die IG Metall die systematische Erpressung und Spaltung der Arbeiter. Sie forderte die Gewerkschaftsmitglieder an allen Standorten au&#223;er Bochum ultimativ auf, dem Verhandlungsergebnis und damit der Schlie&#223;ung des Bochumer Werks zuzustimmen. Wer die Werksschlie&#223;ung in Bochum ablehne, gef&#228;hrde alle Standorte und damit seinen eigenen Arbeitsplatz, drohten sowohl der hessische IGM-Bezirksleiter Armin Schild als auch der Gesamtbetriebsratschef Sch&#228;fer-Klug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die IGM lie&#223; im Stammwerk R&#252;sselsheim vor Bochum abstimmen und ver&#246;ffentlichte Abstimmungsergebnisse von &#252;ber 90 Prozent Zustimmung, die angesichts der Aussagen vieler Arbeiter v&#246;llig unglaubw&#252;rdig sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Weil die IG Metall und der Betriebsrat wussten, dass die Besch&#228;ftigen in Bochum nicht bereit sind, der Schlie&#223;ung des eigenen Werks zuzustimmen, kritisierten sie dort den Mastertarifvertrag und sprachen sich indirekt gegen die Zustimmung aus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch es gibt nur eine IG Metall! Das Vorgehen in Bochum war mit der IGM-Zentrale in Frankfurt abgesprochen. Die Ablehnung in Bochum steht nicht im Gegensatz zur Zustimmung in R&#252;sselsheim, sondern ist Teil eines abgekarteten Spiels. Die IG Metall will in Bochum die Kontrolle &#252;ber die Arbeiter behalten und verhindern, dass sie mit der Gewerkschaft brechen und einen ernsthaften Kampf zur Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze f&#252;hren, den sie nicht kontrollieren &#8211; und ausverkaufen &#8211; kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Viele Arbeiter in Bochum erinnern sich noch gut daran, wie Boris Karthaus, der NRW-Tarifexperte f&#252;r Sonderaufgaben der IGM, gemeinsam mit dem neuen NRW-Bezirksleiter Knut Giesler den Mastertarifvertrag gerechtfertigt hat. Beide erkl&#228;rten, mehr sei nicht zu erreichen. Ihre Argumente unterschieden sich nicht von denen der IGM-Zentrale in Frankfurt und der Opel-Gesch&#228;ftsleitung, die drohte, eine Ablehnung bedeute die vorzeitige Werksschlie&#223;ung bereits zum Ende kommenden Jahres.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Knut Giesler ist gerade erst zum Bezirkschef aufgestiegen. Er kommt aus demselben korrupten Stall wie sein Vorg&#228;nger Oliver Burkhard, der inzwischen bei ThyssenKrupp als Arbeitsdirektor f&#252;r ein siebenstelliges Jahresgehalt den Arbeitsplatzabbau organisiert. Als Bezirksleiter ist Giesler ein Angestellter des IGM-Vorstands und weisungsgebunden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst nach R&#252;ckfrage in Frankfurt hat er seine Argumente ge&#228;ndert, und nur aus rein taktischen &#220;berlegungen. Denn genau wie Betriebsratschef Einenkel f&#252;rchtete er, dass der abzusehende Widerstand der Bochumer Opel-Arbeiter sich sonst gegen die IG Metall richtet und eine Austrittswelle einleitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend viele Arbeiter das Nein-Votum begr&#252;&#223;en und es als ersten Schritt zu einem ernsthaften Kampf zur Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze sehen, reagieren IGM und Betriebsrat umgekehrt. Sie wollen die Kontrolle behalten, um einen Arbeitskampf zu verhindern. Als vor einigen Wochen Vertrauensleute einen unbefristeten Streik forderten, reagierte Einenkel w&#252;tend und sagte, das sei &#8222;absoluter Bl&#246;dsinn, vollkommener Unsinn&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seine Weigerung, Kampfma&#223;nahmen gegen die drohende Stilllegung zu ergreifen, hat die Bochumer Opel-Arbeiter isoliert. Nun wollen Gesch&#228;ftsleitung und IGM den Druck auf die Bochumer Arbeiter erh&#246;hen, w&#228;hrend sie die Arbeiter an allen andern Standorten gleichzeitig ruhig halten. Die IG Metall ist entschlossen, in Bochum ein Exempel zu statuieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wichtigste Folgerung aus dem Bochumer Votum lautet: Um ernsthaft f&#252;r die Verteidigung der Arbeitspl&#228;tze zu k&#228;mpfen, ist es notwendig, von der IG Metall zu brechen. Es m&#252;ssen Aktionskomitees gegr&#252;ndet werden, die Kampfma&#223;nahmen beraten und organisieren. Und es m&#252;ssen Kontakte zu Arbeitern anderer Betriebe, zu den Angestellten im &#246;ffentlichen Dienst wie den Lehrern und zu den Kollegen in der internationalen Autoindustrie, vor allem den GM-Arbeitern in den USA, gekn&#252;pft werden.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
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		<title>Deutschland: Superreiche profitieren von der Krise</title>
		<link>https://www.matierevolution.org/spip.php?article2735</link>
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		<dc:date>2012-10-21T02:38:00Z</dc:date>
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		<dc:language>en</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Allemagne Deutschland</dc:subject>

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&lt;p&gt;Deutschland: Superreiche profitieren von der Krise &lt;br class='autobr' /&gt;
Von Dietmar Henning &lt;br class='autobr' /&gt;
13. Oktober 2012 &lt;br class='autobr' /&gt;
Deutschlands Superreiche sind im letzten Jahr noch reicher geworden. Der Wohlstand der 500 reichsten deutschen Familien und Einzelpersonen bel&#228;uft sich inzwischen auf mehr als eine halbe Billion Euro. Dies geht aus einer Rangliste hervor, die das Manager Magazin in einer Sonderausgabe vom 9. Oktober 2012 ver&#246;ffentlicht hat. &lt;br class='autobr' /&gt;
Die Liste erg&#228;nzt den viel diskutierten Armuts- und Reichtumsbericht der (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://www.matierevolution.org/spip.php?rubrique156" rel="directory"&gt;17- DEUTSCH - MATERIE UND REVOLUTION &lt;/a&gt;

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		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Deutschland: Superreiche profitieren von der Krise&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Von Dietmar Henning&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;13. Oktober 2012&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Deutschlands Superreiche sind im letzten Jahr noch reicher geworden. Der Wohlstand der 500 reichsten deutschen Familien und Einzelpersonen bel&#228;uft sich inzwischen auf mehr als eine halbe Billion Euro. Dies geht aus einer Rangliste hervor, die das Manager Magazin in einer Sonderausgabe vom 9. Oktober 2012 ver&#246;ffentlicht hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Liste erg&#228;nzt den viel diskutierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, der festgestellt hatte, dass die reichsten zehn Prozent ihren Anteil am Gesamtverm&#246;gen von 45 Prozent im Jahr 1998 auf &#252;ber 53 Prozent im Jahr 2008 gesteigert haben. Dabei hatte der Regierungsbericht die im Manager Magazin genannten Superreichen gar nicht erfasst. Er st&#252;tzte sich n&#228;mlich u.a. auf die Daten der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) sowie des Sozio-&#246;konomischen Panels (SOEP), die Haushalte mit einem Monatseinkommen &#252;ber 18.000 Euro nicht ber&#252;cksichtigen, da die statistischen Verzerrungen sonst zu gro&#223; w&#228;ren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ber&#252;cksichtigt man die Verm&#246;gen der Superreichen, dann ist die Spaltung der Gesellschaft in Deutschland bedeutend gr&#246;&#223;er als im Armuts- und Reichtumsbericht angegeben, und sie wird umso extremer, je h&#246;her man in der Reichenliste steigt. W&#228;hrend das Durchschnittsverm&#246;gen (inklusive Immobilien) der obersten zehn Prozent rund eine halbe Million Euro betr&#228;gt, liegt es bei den 500 Superreichen bei einer Milliarde Euro und bei den hundert reichsten Familien und Einzelpersonen bei rund 3,2 Milliarden Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die reichsten Deutschen sind wie in den letzten Jahren die Besitzer der Discounter-Kette Aldi. Der 92-j&#228;hrige Karl Albrecht verf&#252;gt &#252;ber ein Verm&#246;gen von 17,2 Milliarden Euro, die S&#246;hne des 2010 verstorbenen Bruders Theo, Berthold und Theo Albrecht jr., von 16 Milliarden Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend die Auswirkungen der Finanz- und Euro-Krise Europas Bev&#246;lkerung in bittere Armut treiben, hatten sie auf die Verm&#246;genslage der reichsten Deutschen kaum Einfluss. Die hundert Reichsten steigerten ihr Verm&#246;gen um gut 4 Prozent auf knapp 320 Milliarden Euro und erreichten damit fast wieder das Niveau vor der Finanzkrise. Auch die Zahl der deutschen Milliard&#228;re hat mit 115 einen neuen H&#246;chstwert erreicht. Im Vorjahr hatte sie noch bei 108 gelegen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit wenigen Ausnahmen im Einzelhandel und im Finanzsektor erzielten die Superreichen wieder kr&#228;ftige Zuw&#228;chse. Hasso Plattner vom Softwarehersteller SAP erh&#246;hte sein Verm&#246;gen in den vergangenen zw&#246;lf Monaten um 900 Millionen auf knapp 6 Milliarden Euro. Auch die Familie W&#252;rth (W&#252;rth) und Dietmar Hopp (SAP) verbuchten mit jeweils 800 Millionen Euro eine Zunahme auf 8 beziehungsweise 5,9 Milliarden Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Familie Schlecker verlor in Folge der Insolvenz der Schlecker-Drogerien mit 1,92 Milliarden Euro am meisten. Dennoch ist sie mit fast 40 Millionen Euro Verm&#246;gen alles andere als arm.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den Aldi-Eigent&#252;mern finden sich unter den Top Ten der Superreichen Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland, 12 Milliarden Euro Verm&#246;gen), die Familie Reimann (u. a. Reckitt Benckiser, Coty, 11 Milliarden Euro), Susanne Klatten (u. a. BMW, Altana, 9 Milliarden Euro), die Familie Otto (Otto Versand, ECE, 8,2 Milliarden Euro), die Familie W&#252;rth (W&#252;rth, 8 Milliarden Euro), G&#252;nter und Daniela Herz (u. a. German Lloyd, 7 Milliarden Euro), die Familie Oetker (u. a. Oetker, Hamburg S&#252;d, 6,9 Milliarden Euro) und Stefan Quandt (BMW, 6,6 Milliarden Euro).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Den letzten Platz in der Top-500-Liste belegt der Fu&#223;ballweltmeister von 1974 Franz Beckenbauer mit einem Verm&#246;gen von 150 Millionen Euro. Das Manager Magazin gibt als Branche &#8222;Fu&#223;ball und Immobilien&#8220; an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Sonderausgabe des zur Spiegel-Gruppe geh&#246;renden Manager Magazins wird offenbar auch von den Betroffenen selbst gern gelesen. Sie enth&#228;lt Anzeigen und Berichte &#252;ber Luxus, den sich nur Schwerreiche leisten k&#246;nnen. So findet sich darin ein Fahrbericht des neuen Ferrari FF f&#252;r 270.000 Euro, Tipps f&#252;r Luxus-Ressorts in Griechenland, Mazedonien und der T&#252;rkei, in denen der Preis f&#252;r eine &#220;bernachtung das Monatsgehalt eines griechischen Lehrers &#252;bersteigt (zwischen 800 und 1.150 Euro), ein Bericht &#252;ber einen erfolgreichen Winzer (die Flasche Bordeaux des 2005er Jahrgangs f&#252;r 2.000 Euro) und ein Ratgeber-Supplement &#252;ber &#8222;Wealth Management&#8220;. Dort wird aufgezeigt, wie man in &#8222;turbulenten Zeiten&#8220; sein Verm&#246;gen rettet: &#8222;Regel 3: Ein bisschen Gold muss sein.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Unter der wirtschaftlichen Machtelite des Landes bef&#228;nden sich &#8222;tatkr&#228;ftige Unternehmer und findige Manager&#8220;, erkl&#228;rt das Manager Magazin. Sie seien &#8222;treibende Kr&#228;fte des Wohlstands f&#252;r alle&#8220;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zum Gl&#252;ck gibt das Magazin einige konkrete Einblicke in die Tatkraft und Findigkeit dieser Elite. So etwa &#252;ber J&#246;rn Kreke, der die Parf&#252;merie-Kette Douglas aufgebaut hat. Der 72-J&#228;hrige ist nun Aufsichtsratsvorsitzender und hat das Kurstief seines eigenen Konzerns im vergangen Jahr &#8222;genutzt&#8220;, um f&#252;r knapp 6,4 Millionen Euro Aktien zu kaufen. &#8222;Nur sechs Wochen nach dem letzten Kauf verhandelten die Douglas-Eigner mit US-Investoren &#252;ber einen Einstieg&#8220;, was den Kurs hochschnellen lie&#223; und Kreke innerhalb von nur eineinhalb Monaten eine Wertsteigerung von 1,3 Millionen Euro bescherte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Einige m&#252;ssen gar nicht so &#8222;findig&#8220; sein, um unvorstellbare Summen einzustreichen. Die BMW-Erben Johanna Quandt und ihre beiden Kinder Susanne Klatten und Stefan Quandt, die rund 46 Prozent der Stammaktien des Autoproduzenten besitzen, bekamen j&#252;ngst eine Bruttodividende von 647 Millionen Euro &#252;berwiesen. 2010 war es &#8222;nur&#8220; ha&#246;lb so viel gewesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Familie Henkel (Kleber, Wasch- und Pflegemittel) konnte ihr Verm&#246;gen gar von 9 auf 13 Milliarden Euro steigern. Zu verdanken hatte sie dies dem Konzern-Gesch&#228;ftsf&#252;hrer Kasper Rorsted. Er sorgte f&#252;r Rekordgewinne, denn &#8222;Preiserh&#246;hungen zahlten die Kunden, Kostensenkungen die eigenen Leute&#8220;, wie das Manager Magazin zu berichten wei&#223;. &#8222;Sicherheitshalber hat man den Kontrakt mit dem Meistermacher um f&#252;nf Jahre verl&#228;ngert.&#8220;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;August Baron von Finck, Enkel des Gr&#252;nders des Bankhauses Merck Finck &amp; Co., hat sein Verm&#246;gen im letzten Jahr um 100 Millionen auf 4,6 Milliarden Euro erh&#246;ht. Der Baron h&#228;lt Anteile an der M&#246;venpick-Hotel- und Restaurant-Kette und residiert in einem Schloss in der Schweiz. Vor drei Jahren hatte er der FDP 1,1 Millionen Euro gespendet, nachdem sie kurz zuvor die Hotelbranche mit der Erm&#228;&#223;igung des Mehrwertsteuersatzes auf &#220;bernachtungen begl&#252;ckt hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Liste befindet sich auch Carsten Maschmeyer (Platz 112, 1,05 Milliarden Euro Verm&#246;gen), der die Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG aufgebaut hat. Der Freund von Ex-Kanzler Gerhard Schr&#246;der (SPD) und Ex-Bundespr&#228;sident Christian Wulff (CDU) ist von Journalisten immer wieder mit unsauberen Gesch&#228;ftspraktiken in Verbindung gebracht worden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Inzwischen ist er Vorstandsmitglied der MaschmeyerR&#252;rup AG, die er im Januar 2010 gemeinsam mit Bert R&#252;rup (SPD) gr&#252;ndete. Professor R&#252;rup war 2002 vom damaligen Kanzler Schr&#246;der zum Vorsitzenden der nach ihm benannten Kommission berufen worden, die Reformvorschl&#228;ge f&#252;r die Renten- und Krankenversicherung erarbeitete.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die R&#252;rup-Kommission hatte die langfristige Senkung des Rentenniveaus, die Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre sowie Modelle der privaten Finanzierung vorgeschlagen. Die meisten dieser Vorschl&#228;ge sind inzwischen umgesetzt worden. Der von der R&#252;rup-Kommission angesto&#223;ene Einstig in die private Rentenfinanzierung ist eine Goldgrube f&#252;r Konzerne wie AWD, wo R&#252;rup dann 2009 als Chef&#246;konom vor allem f&#252;r private Rentenversicherungen zust&#228;ndig war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Berichte &#252;ber den Reichtum in Deutschland legen immer wieder Wert darauf, dass es sich bei den Reichen um &#8222;erfolgreiche Unternehmer&#8220; handle. Tats&#228;chlich finden sich unter den Superreichen nicht derart viele Finanzmagnaten wie etwa in den USA. Den Branchen &#8222;Kapitalanlagen&#8220;, &#8222;Verm&#246;gensverwaltung&#8220; und &#8222;Beteiligungen&#8220; ordnet die Liste des Manager Magazins nur jeden Vierten der 100 Reichsten zu.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch viele Erben reicher Unternehmer gehen dazu &#252;ber, ihre Milliarden &#252;ber Finanzgesch&#228;fte zu vergr&#246;&#223;ern. H&#228;ufig liest man in der Liste &#8222;vormals Boehringer&#8220;, &#8222;vormals Wella, Wertkauf, Hexal usw.&#8220;, &#8222;Branche heute: Kapitalanlagen, Verm&#246;gensverwaltung oder Beteiligungen&#8220;. Und die Besitzer von Unternehmen erh&#246;hen ihren Reichtum vor allem aufgrund der Wertsteigerung ihres Aktienbesitzes, wie die Beispiele von J&#246;rn Kreke oder der Familie Quandt zeigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eine Rolle spielte dabei auch der so genannten &#8222;Draghi-Effekt&#8220;, &#252;ber den der Allianz-Versicherungskonzern in einer Studie berichtet. Die Ank&#252;ndigung des Chefs der Europ&#228;ischen Zentralbank (EZB), alles f&#252;r die Rettung des Euro zu tun, hat die Aktienkurse weltweit ansteigen lassen. Das Wertpapierverm&#246;gen der deutschen Haushalte wuchs binnen weniger Wochen um rund 30 Milliarden Euro, weltweit sogar um 400 bis 600 Milliarden Euro.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Krise, an der die Superreichen sich eine goldene Nase verdienen, zahlen die Arbeiter Europas mit Lohnsenkungen, Arbeitslosigkeit, Hunger und wachsender Unterdr&#252;ckung.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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		<title>Georg Wilhelm Friedrich Hegel Vorlesungen &#252;ber die Geschichte der Philosophie</title>
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		<dc:language>en</dc:language>
		<dc:creator>Robert Paris</dc:creator>


		<dc:subject>Hegel</dc:subject>

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&lt;p&gt;Georg Wilhelm Friedrich Hegel
&lt;br class='autobr' /&gt;
Vorlesungen &#252;ber die Geschichte der Philosophie&lt;/p&gt;


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